Fototour: Cēsis oder Wenden und die Burg der Ordensritter oder die Wiege der Fahne Lettlands

Die Stadt Cēsis liegt im Nordosten des nordeuropäischen Staates Lettland am Ufer des Flusses Gauja. Die Stadt hat heute knapp über 17.000 Einwohner. Cēsis ist für lettische Verhältnisse ziemlich alt und wurde 1224 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die älteste Siedlung war ein befestigter Platz der lettgalischen Bevölkerung dieses Gebietes mit einer Umfriedung aus Holz. Dieser befestigte Platz wurde ab 1209 von einer aus in unmittelbarer Nähe aus Stein errichteten Burg der Ritter des Deutschen Ordens unter Druck gesetzt. Die Burg hatte den Namen Wenden.

Die Burg Cēsis (oder eben Wenden) diente zwischen den Jahren 1237 und 1561 als Residenz des Ordensmeisters des Deutschen Ordens. Als es es im Jahre 1577 zu einer Belagerung durch die Truppen de Russischen Zaren Iwan des Schrecklichen kam, wurde die Burg gesprengt und zur Ruine. Danach wurde sie – eigentlich zu dieser Zeit bereits militärisch sinnlos – wieder aufgebaut. Während des Großen Nordischen Krieges, der zwischen den Mächten Russisches Zarenreich, Dänemark-Norwegen und Sachsen-Polen auf der einen Seite und Schweden auf der anderen Seite geführt geführt wurde, wurde die Burg für alle Zeiten zerstört.

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Bild: Blick auf die Ordensburg von Cēsis. Die Burg wurde 1577 zerstört und ist seit dem Großen Nordischen Krieg endgültig eine Ruine. OLYMPUS OM-D E-M1 Mark II und M.ZUIKO DIGITAL ED 7‑14mm 1:2.8 PRO. ISO 200 ¦ f/7.1 ¦ 12 mm ¦ 1/160 s ¦ kein Blitz. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

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Bild: Blick vom Schlosspark auf die Ordensburg von Cēsis. OLYMPUS OM-D E-M1 Mark II und M.ZUIKO DIGITAL ED 7‑14mm 1:2.8 PRO. ISO 200 ¦ f/7.1 ¦ 7 mm ¦ 1/160 s ¦ kein Blitz. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

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Um Cēsis rankt sich eine besondere Legende der lettischen Nationalgeschichte: Die Flagge Lettlands ist rot-weiss-rot gestreift. Bei Cēsis soll der Lettische König Visvaldis (oder vielmehr König eines seiner Vorgängerstaaten) tödlich verwundet worden sein. Er soll sich auf die weisse Flagge seines Heeres gelegt haben. Dort, wo sein Körper lag, soll die Flagge weiss geblieben sein, dort wo seine Arme lagen, wurde sie rot gefärbt. Wann sich genau der Tod des Königs ereignet hat, ist – wie so vieles in diesem Land – heute nicht mehr nachvollziehbar. Es war jedenfalls vor 1270, denn seit diesem Jahr ist rot-weiss-rote Flagge des heutigen Lettland bezeugt.

Diese Legende ist für die Letten um so bedeutungsvoller, als am 22. Juni 1919 die Schlacht von Cēsis zwischen lettisch-estnischen Truppen und der durch deutsche Freikorps unterstützten Baltischen Landeswehr geschlagen wurde. Die lettisch-estnischen Truppen waren die eindeutigen Gewinner dieser Schlacht. Die deutschen Truppen unter Generalmajor Rüdiger von Goltz wurden aufgefordert, das Land zu verlassen. Mit dieser Niederlage hatte die baltendeutsche Bevölkerung die Unterstützung durch Deutschland restlos verloren und der Einfluss der kommunistisch geführten Rote Armee – die zweite Front im lettischen-estnischen Freiheitskrieg – begann zu schwinden.

 

Interne Links:

Fototour: Cēsis oder Wenden und das Neue Schloss mit dem Schlosspark oder Graf Karl von Sievers
https://www.birk-ecke.de/2019/03/fototour-cesis-oder-wenden-und-das-neue-schloss-mit-dem-schlosspark-oder-die-familie-von-sievers

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