Fototour: Rīga – Unterwegs in der Moskauer Vorstadt mit den Roten Speichern im Spīķeru kvartals oder Spīķeri, dem Speicherviertel am Zentralmarkt

In unmittelbarer Nähe zum Zentralmarkt von Rīga befindet sich in der Moskauer Vorstadt das Spīķeri – eigentlich Spīķeru kvartals – mit den Roten Speichern. Die Speicher sind alle viel älter als der Zentralmarkt. Die ersten Speicherhäuser wurden 1886 errichtet. Rīga hatte 1856 den Status als Festung aufgeben können. Die Festungsmauern wurden abgetragen und es begann die Zeit einer planmäßigen Erweiterung der Stadt sowie eines ungewöhnlichen Wirtschaftswachstums. Handel und Gewerbe expandierten und es entstand eine Industrie. Die Bevölkerungszahl stieg rasant an. Dadurch wurden Lagerhäuser benötigt.

Die Lage am rechten Ufer der Daugava und die Nähe zur damaligen Stadtgrenze ließ schon im 14. Jahrhundert Umschlagplätze für Waren entstehen. Seit 1862 war Rīga an das Eisenbahnnetz innerhalb des Russischen Reiches angebunden, allerdings bis 1875 nur bis zum linken Ufer der Daugava. Der Warentransport auf die rechte Flussseite musste per Schiff oder im Winter über eine Floßbrücke erfolgen, die jährlich temporär in der kalten Jahreszeit an der Stelle der heutigen Akmens tilts (Steinbrücke) eingerichtet wurde und.

Nach dem Willen der Stadtverwaltung sollten die Speicher im Sinne einer einheitlichen Stadtplanung auch ein ähnliches äußeres Erscheinungsbild bekommen. Es wurden die bekanntesten Architekten der Stadt Rīga verpflichtet – Friedrich Hess, Robert Pflug und Karl Johann Felsko. Die Roten Speicher wurden aus Ziegelsteinen, die in verschiedenen Rottönen gebrannt wurden, errichtet. In den 1920er Jahren wurden einige Speicher zu Kaufhäusern umgebaut. Während der Deutschen Okkupation Lettlands im Zweiten Weltkrieg war das Speicherviertel ein Teil des jüdischen Ghettos.

Seit etwa 2000 wandelt sich das Spīķeru kvartals. Es findet eine Umorientierung zu einen Kunst- und Kreativ- und Kulturviertel statt. Bisher sind die meisten Roten Speicher saniert und nur ein paar wenige zeigen noch die Spuren des argen Verfalls. Neben dem Konzertsaal für die „Sinfonietta Rīga“ gibt es kleinere Theater, Restaurants und Bars. Zur Attraktivität des Viertels trägt auch die zentrale Lage zur Altstadt, die gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, Parkplätze sowie die im Bereich des Speicherviertels neu gestaltete Uferpromenade an der Daugava bei.

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Bild: Unterwegs im Speicherviertel in Moskauer Vorstadt von Rīga. Zwar sind noch einige Speicher vm Verfall gezeichnet, aber das Viertel belebt sich wieder. OLYMPUS OM-D E-M1 Mark II und M.ZUIKO DIGITAL ED 7‑14mm 1:2.8 PRO. ISO 200 ¦ f/7.1 ¦ 14 mm ¦ 1/320 s ¦ kein Blitz. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

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Bild: Unterwegs im Speicherviertel in Moskauer Vorstadt von Rīga. Dieser Teil des Viertels ist bereits restauriert. OLYMPUS OM-D E-M1 Mark II und M.ZUIKO DIGITAL ED 7‑14mm 1:2.8 PRO. ISO 200 ¦ f/5.6 ¦ 7 mm ¦ 1/160 s ¦ kein Blitz. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

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Bild: Unterwegs im Speicherviertel in Moskauer Vorstadt von Rīga. Zwar sind noch einige Speicher vm Verfall gezeichnet, aber das Viertel belebt sich wieder. Links im Bild ist ein Teil des Ghettomuseums zu sehen. OLYMPUS OM-D E-M1 Mark II und M.ZUIKO DIGITAL ED 7‑14mm 1:2.8 PRO. ISO 200 ¦ f/7.1 ¦ 7 mm ¦ 1/400 s ¦ kein Blitz. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Bild: Unterwegs im Speicherviertel in Moskauer Vorstadt von Rīga. Zwar sind noch einige Speicher vm Verfall gezeichnet, aber das Viertel belebt sich wieder. Links im Bild ist ein Teil des Ghettomuseums zu sehen.
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Bild: Unterwegs im Speicherviertel in Moskauer Vorstadt von Rīga. Sanierte Rote Speicher. Rechts im Hintergrund sind die beiden Z-Tower zu sehen. OLYMPUS OM-D E-M1 Mark II und M.ZUIKO DIGITAL ED 7‑14mm 1:2.8 PRO. ISO 200 ¦ f/7.1 ¦ 12 mm ¦ 1/640 s ¦ kein Blitz. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Bild: Unterwegs im Speicherviertel in Moskauer Vorstadt von Rīga. Sanierte Rote Speicher. Rechts im Hintergrund sind die beiden Z-Tower zu sehen.
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