Fototour und Geschichte: Rīga – Das Denkmal zu Ehren des Feldmarschalls Michael Andreas Barclay de Tolly auf der Esplanāde

Letztes Update am von Birk Karsten Ecke

Michael Andreas Barclay de Tolly entstammte einer baltendeutschen Familie mit schottischen Wurzeln. Er wurde am 27.12.1761 in Pomautsch (heute in Litauen: Pamūšis nördlich von Šiauliai) geboren. Bereits mit 15 Jahren trat er in die russische Armee ein. 1799 bekam er den Rang eines Generalmajors verliehen. In den Napoleonischen Kriegen spielte Barclay de Tolly eine zentrale Rolle in der russischen Armee. Als Kriegsminister sorgte er für den Bau von Festungen und eine Verdoppelung der russischen Streitkräfte. Er erkannte dennoch, dass die russische Armee nicht in der Lage sein würde, die Streitmacht Napoleons in einer offenen Feldschlacht zu schlagen.

Die Strategie von Barclay de Tolly bestand darin, die Grande Armee tief in das russische Kernreich eindringen zu lassen. Dort sollte sie mit der „Politik der verbrannten Erde“ geschlagen werden. Diese Strategie wurde ihm als Feigheit und Landesverrat ausgelegt. Er wurde seines Kommandos enthoben, aber tatsächlich nicht bestraft oder degradiert. 1813 bekam er das Oberkommando über die russische Armee zurück, kämpfte in der Völkerschlacht bei Leipzig und nahm am Einmarsch in Paris teil. De Tolly starb am 25.05.1818 auf einer Reise nach Karlsbad in der Nähe von Insterburg in Ostpreußen. Seine Leiche wurde in der Kirche St. Jakobi in Rīga aufgebahrt.

Sich hinter der Front herumgedrückt zu haben, kann man Barclay de Tolly wirklich nicht unterstellen: Tatsache ist, dass er auch als General immer an vorderster Front war. Er wurde mehrfach verwundet und für seine Tapferkeit ausgezeichnet. Nach dem Napoleonischen Krieg wurde er in in den Fürstenstand erhoben.

1913 ließ die Stadt Rīga auf der Esplanāde ein Denkmal aus Bronze errichten, das aber bereits im Ersten Weltkrieg 1915 beim Versuch der Evakuierung verloren ging. Das deutsche U-Boot „SM U 9“ versenkte in der Rigaer Bucht das britische Dampfschiff „Serbino“, mit dem die Bronzestaue vor den deutschen Truppen in Richtung St. Petersburg in Sicherheit gebracht werden sollte. Im Jahre 2002 wurde das Denkmal nachgegossen und auf dem originalen Sockel aufgestellt. Tatsächlich wurden in Russland und der Sowjetunion die Verdienste Barclay de Tollys seinem Counterpart Kutusow zugeschrieben, was nicht zuletzt dem Roman „Krieg und Frieden“ von Tolstoi zuzuschreiben ist. Ethnische Russen kamen besser an als Baltendeutsche.


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